Trennung

Wie Trennung gelingen kann

Wenn die Sommer vorbei sind und dunkle Wolken den Himmel verhängen

Sich von jemand Gewohntem, Geliebtem zu trennen, oder getrennt zu werden, kann als eine sehr tiefe und schmerzvolle Erfahrung empfunden werden. Berührt es doch unser Innerstes und weckt dabei ganz alte Schmerzen und erinnert unsere größten Ängste: Einsamkeit, Vermeintliche Ablehnung, die Vorstellung nicht geliebt zu werden.

Da unsere Augen nach außen schauen, sind wir gewohnt und geübt dem Anderen die Schuld für unsere schmerzlichen Gefühle zu geben. Doch der Schmerz ist schon seit anfangsloser Zeit in uns. Er wird uns nicht erst jetzt von außen zugefügt, er wird durch den Anderen ’nur‘ aktiviert.

Je stärker die unangenehmen Gefühle sind, je größer werden dann die Vorwürfe und umso heftiger die Konflikte. Oft handeln wir dann nach der irrigen Denkweise: ‚Du tust mir weh, also ich tue Dir auch weh.‘

Wenn wir aber schon etwas ‚trainiert‘ sind, der Schmerz uns schon vertraut ist, dann können wir auch erkennen: ‚Aha, da ist er wieder, mein Schmerz, meine Trauer, die ich bereits kenne, sie sind mir nicht neu. Vor einigen Jahren hatte ich diese Erfahrung schon mal mit diesem Menschen und heute mit jenem.‘

Somit erkenne ich die Wiederholung, mein PartnerIn ist mein Spiegel, sie zeigt mir das, was in mir ist. Wenn ich nun den Mut und die Aufrichtigkeit habe, auf das zu schauen, was wirklich mein Schmerz ist, dann kann ich ihn sogar heilen und ich kann die PartnerIn und ihre Handlungen annehmen. Dann kann ich meinen Schmerz ausdrücken und ebenso ihren Schmerz wahrnehmen. Wir können uns auf eine verbindende – nicht auf eine trennende – Weise austauschen, uns zeigen.

Wenn es dann Abschied nehmen heißt, wenn ich verstanden habe, dass es für meinen Schmerz und meine Trauer keinen Schuldigen gibt, schon garnicht mein PartnerIn, dann kann eine wertschätzende und respektvolle Trennung gelingen.

Wir können dann, vielleicht auch mit Bedauern, mit einem ‚Schade‘, auf das gemeinsame zurückblicken und uns und den Anderen frei geben. So wie es auszugsweise im folgenden Songtext von ABBA frei übersetzt heißt:

‚…Ich danke Dir für Deine großzügige Liebe, Ich danke Dir für all die gemeinsamen Freuden.
Es gibt keinen Schuldigen, wenn alles gesagt und getan ist…
…Wir stehen nun friedlich und ruhig vor einer Entscheidung.
Es gibt kein Grund zur Eile, wenn alles gesagt und getan ist.‘

When all is said and done

Heres to us one more toast and then we’ll pay the bill
Deep inside both of us can feel the autumn chill
Birds of passage, you and me
We fly instinctively
When the summers over and the dark clouds hide the sun
Neither you nor I’m to blame when all is said and done

In our lives we have walked some strange and lonely treks
Slightly worn but dignified and not too old for sex
Were still striving for the sky
No taste for humble pie
Thanks for all your generous love and thanks for all the fun
Neither you nor I’m to blame when all is said and done

Its so strange when you’re down and lying on the floor
How you rise, shake your head, get up and ask for more
Clear-headed and open-eyed
With nothing left untried
Standing calmly at the crossroads, no desire to run
There’s no hurry any more when all is said and done

Standing calmly at the crossroads, no desire to run
There’s no hurry any more when all is said and done

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