Konfliktmanagement

Konfliktmanagement für Privat

„Dir ist alles wichtiger, deine Freundinnen, dein Gartenverein, sogar für deine Katze hast du mehr Zeit. Und wenn ich mit Dir einmal ins Kino gehen möchte, dann hast Du keine Lust. Du nimmst überhaupt keine Rücksicht mehr auf mich, machst eh‘ nur noch das, was Du willst.“

Diesen, oder einen ähnlichen Vorwurf kennen Sie vielleicht auch. Und nun stellt sich die Frage: Was machen wir jetzt? Wie gehen wir damit um? Meistens sind wir der Meinung, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt und dementsprechend reagieren wir.

  •     Wir können uns Selbstvorwürfe machen: „Ja er hat Recht, vielleicht sollte ich doch mehr Rücksicht nehmen, das machen, was er möchte. Das liegt wohl an mir. Gabi hatte kürzlich erst gesagt, ich sei überhaupt nicht beziehungsfähig . . .“
  •     Wir können uns verteidigen, dem anderen Vorwürfe machen: „Und was ist mit Dir! Du kommst doch die ganze Woche nicht von der Couch hoch, liegst nur vor dem Fernseher rum. Wenn Du einmal in drei Monaten auf die Idee kommst mit mir ins Kino zu gehen und ich dann nicht gleich Hurra! rufe, kann ich mir ständig dein Theater und deine Klagen anhören . . .“

Wie wir nun tatsächlich reagieren, hängt von unserem Naturell, der jeweiligen Situation und auch der momentanen Verfassung ab. Doch bei beiden Möglichkeiten ist immer mindestens einer der „Dumme“. Im ersten Fall bewegen wir uns in Richtung Depression, im zweiten Fall können wir damit rechnen, dass der Krach nun erst so richtig losgeht.

Wir möchten Ihnen einen anderen Weg aufzeigen, wie beide Seiten miteinander reden können, ohne sich oder den anderen anzugreifen, eine gewaltfreie Kommunikation.

Bleiben wir bei obigem Beispiel:
Warum reagiert der Mann mit Vorwürfen auf die Unternehmungen, seiner Frau, was bezweckt er damit? Vielleicht ist er traurig, enttäuscht und wütend, da es ihm wichtig ist Nähe und gemeinsame Aktivitäten zu spüren und zu leben in einem Rhythmus, der für ihn angemessen ist.

Er könnte sagen: „Du warst diese Woche schon dreimal abends für Dich alleine unterwegs. Das macht mich traurig und ich bin enttäuscht, da mir Gemeinsamkeit und Nähe auch wichtig sind. Möchtest Du mir bitte sagen, ob Du am Donnerstag mit mir ins Kino gehen willst?“

So erzählt er von sich, von seinen Gefühlen und Bedürfnissen, wie es ihm geht, wie er sich seine Bedürnisse erfüllen möchte. Seine Partnerin fühlt sich nicht angegriffen, sondern weiß, was in ihm vorgeht, was ihm wichtig ist. Nun ist sie wohl auch eher in der Lage über ihre Gefühle und Bedüfnisse zu sprechen.

Wir geben zu, es ist nicht leicht von seinen Gefühlen zu sprechen. Es ist es aber auf jeden Fall wert sich zu wagen, über sich zu reden, ohne den anderen mit hineinzuziehen, zu attackieren.

Eine empathische Kommunikation, die Gewaltfreie Kommunikation GFK,
ganz einfach und doch nicht leicht.

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