familylab Seminarleiter

»Das Schlüsselwort heißt Beziehung. Ihre Qualität entscheidet über unser Wohlbefinden und unsere Entwicklung als Mensch. Kinder werden mit allen wesentlichen menschlichen Qualitäten geboren und haben daher auch dieselbe Verletzlichkeit und Überlebensfähigkeit wie Erwachsene. Eltern zu sein bedeutet, eine Rolle im Leben einzunehmen, die uns vor große Herausforderungen stellt.« Jesper Juul

In 2011 habe ich erfolgreich an der familylab Seminarleiterausbildung in Wien teilgenommen. Es waren sehr inspirierende und berührende Tage mit Jesper Juul. Von ihm geht eine Präsenz und eine Klarheit aus, die mich sehr beeindruckt .

Thomas Jennrich
familylab-Seminarleiter

„Wir können unsere Kinder nicht erziehen, sie machen uns sowieso alles nach.“ Dieser Satz von Karl Valentin zeigt mir, dass er nicht nur Humor, sondern auch eine große Portion Weisheit in sich trug.

Eltern möchten ihre Kinder zu selbständigen, rücksichtsvollen, freundlichen, kreativen, und liebevollen Menschen erziehen. Das Paradoxe daran ist, dass die Kinder einen Großteil dieser Fähigkeiten schon mitbringen und dass wir als Eltern viele Methoden in der Erziehung wählen, die genau das nicht vermitteln. Wir vertrauen zu wenig der Liebe zu unseren Kindern, sondern wir wandeln sie oft in eine bedingte Liebe um.

„Wenn Du brav und artig bist, dann haben Mama und Papa dich lieb.“#

Wer nicht hören will, muss fühlen. Wir setzen die Liebe als Druckmittel ein. Das darf niemals sein. Für Kinder ist das eine hochgradig emotionale Bedrohung, kennen sie doch niemanden sonst, der ihnen das Bedürfnis nach Liebe erfüllen kann.

Wenn das Kind etwas machst, was uns nicht gefällt, dann wirsd es dafür bestraft, es hat es ja nicht anders gewollt. Dann folgen Konsequenzen, das pädagogische Wort für Bestrafung.  <Achtung Falle öffnet> Das Wort Konsequenz ist eher neutral und vermittelt etwas Unausweichliches –  so wie ein Stein, der ins Wasser fällt, Wellen erzeugt. Wir können nichts tun, das Kind hat es so gewollt. Wir sprechen uns der Verantwortung frei und machen uns die Sprache zum Komplizen. </Falle ist zugeschnappt>

Falls Sie sich beim Lesen ab und zu ertappt fühlten, keine Sorge. Viele Erziehungsberater und –bücher ermutigen uns oben genannte Mittel einzusetzen. Sie propagieren Konsequenzen wie Auszeiten, Stubenarrest, Bestrafung um Kinder zu erziehen. Das hat lange Tradition. Aber werden Kinder somit zu selbständigen, rücksichtsvollen freundlichen, kreativen, und liebevollen Menschen? Oder werden sie dadurch eher zu Menschen, die gut funktionieren und gehorchen, die mit Lob und Tadel gut zu lenken sind?

Mir gefällt das Motto „Erziehung durch Beziehung“. Ich ermutige die Eltern und Familien ihre Beziehungen zu verbessern. Dadurch lösen sich viele Konflikte, fast wie von allein. Eltern dürfen den Kinder etwas zutrauen und auch etwas zumuten. Das gibt den Kindern Vertrauen und Erleichterung. Es wird sie stark und frei machen und glücklich…

T 08504 – 957 89 04
eMail thomasjennrich@familylab.de
geb. 1964, Vater von 2 Kindern, Mediator BM, Coach, Trainer no-blame-approach, Gewaltfreie Kommunikation GFK

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