Der Krisen-Notfall-Koffer

Danke BR für die Inspiration, meine letzte Krise ist noch ganz „warm“, wenige Tage alt 😉

Der Krisen Knigge?
oder… aus meiner Sicht besser: Der KRISEN-NOTFALL-KOFFER.

Denn es gibt viele unterschiedliche Krisen => Trennung, Verlust von geliebten Menschen, Jobverlust, Sinnkrise… Und es gibt die KrisenteilnehmerInnen, die unterschiedlich sind. Unterschiedliche Krisen erfordern unterschiedliche Auswege.

Dashalb rate ich zu einem Krisen-Notfall-Koffer, den wir in Zeiten, in denen es uns gut geht, füllen. Dann können wir in schweren Zeiten darauf zurückgreifen. Denn in Krisen kann es passieren, das wir nicht mehr wissen, was uns gut tut, was wir brauchen, um uns zu erholen. Die Krise nimmt uns mit Haut und Haar ein. Wir können uns natürlich Hilfe von FreundInnen holen, aber oft erzählen sie dann davon, was ihnen in Krisenzeiten hilft. Das muss aber nicht für uns passen!

Wenn wir das nicht wissen und nicht beachten, dann ist die Gefahr groß, dass wir vieles (von lieben Menschen empfohlenes) ausprobieren, was nicht hilft. Wenn wir uns dann vorstellen, dass in Krisenzeiten unsere Kraft sehr limitiert ist, drehen wir uns immer tiefer in die Krise. „Nichts klappt, ich hab doch schon so viel probiert, ich kann nicht mehr, ich weiß nicht weiter…“

Daher mein ganz eigener Krisen-Notfall-Koffer, der vielleicht eine Karteikartenbox, ein Krisentagebuch, ein Fotoalbum, oder dergleichen sein kann. Wichtig ist, dass es ihn physisch gibt, damit wir in ihm blättern, nachschauen können, wenn wir ihn brauchen. Dieser Koffer kann dann einen besonderen Platz haben, vielleicht ist er auch besonders geschmückt.  Wenn man in einer Familie mit Kindern lebt, ist sehr gut, ihn gemeinsam zu füllen. So lernen die Kinder, dass Papa oder Mama auch mal eine schwierige Phase haben, dass das ok ist und dass es Auswege gibt 🙂

Hinein kommt alles, was ich in guten Zeiten gesammelt habe. In Momenten, in denen ich mich glücklich und zufrieden fühlte, aber auch, was mir schon mal geholfen hatte.
Bei mir sind das z.B. diese Schätze: In die Berge gehen (mit eigenen Bergbildern), Freunde treffen, Sport treiben, in Bewegung kommen, handwerkliche Tätigkeiten, kochen, Fachleute/Therapeuten aufsuchen, meditieren, meinen Homöopathen konsultieren…

Ich weiß natürlich, dass Krisen wichtig sind, für ein Innehalten, eine evtl. Neuorientierung, einen neuen Anfang. Dass Krisen auch Chancen sein können… aber das hilft mir in diesen Momenten meist recht wenig 😉

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