Schule

Haben Sie als ErzieherIn, LehrerIn, DozentIn schon Konflikte in Ihrer Arbeit erlebt? Wie ging es Ihnen damit, wie Ihrem ‚Kontrahenden‘? Fand ein wertschätzender Umgang statt, konnten Sie sagen was Ihnen wichtig war, haben Sie Ihr Gegenüber verstanden, worum ging es ihm wirklich, was waren seine Bedürfnisse. Waren Sie mit Ihm in Kontakt?
Oder hat sich der ‚Stärkere‘ durchgesetzt?

Nehmen wir das Beispiel Schule, das kennen wir alle. Wenn sich ein Schulkind nicht so verhält, wie es erwartet wird, kann es leicht sein, dass die Lehrerin zu Mitteln der Bestrafung greift, um sich durchzusetzen. Nehmen wir mal an, das Kind gehorcht und verhält sich so, wie es gewünscht wurde.

Aber zu welchem Preis? Ich möchte an einen Spruch von Mahatma Ghandi erinnern, der mir dazu einfällt: ‚Was man mit Gewalt gewinnt, kann man nur mit Gewalt behalten.‘ Das ist ein sehr hoher Preis. Anfangs reicht vielleicht eine Stunde nachsitzen, dann zwei Stunden, später kommt dann ein Verweis usw. Das Kind lernt: Wenn ich mich anpasse, komme ich einigermaßen angenehm durch das Leben, werde ich gelobt, wenn nicht, dann folgen Bestrafung und Tadel.

Uns geht es nicht darum zwischen Anpasser, oder Rebellen zu unterscheiden, zu sagen was richtig oder falsch ist. Wir meinen, dass das Bewertungen sind, Wörter, um Menschen zu kategorisieren. Wir sehen die Strategie des Schülers, die dahinter steckt, um seine Bedürfnisse zu erfüllen. Vielleicht ist diese Strategie nicht verträglich mit den Regeln und Umgangsformen, die eine Schule braucht, um zu funktionieren. Darüber können wir reden, was sind die Bedürfnisse des Schülers, was die der Schule.
Aber er hat in seinem jungen Leben noch keine andere Möglichkeit gelernt, soll er deshalb bestraft werden? Ist es nicht auch eine wirklich wichtige und sinngebende Aufgabe von uns Erwachsenen, gemeinsam mit unseren Kindern Strategien zu erarbeiten, die dem Leben dienen, die den sozialen Umgang bereichern?

Dabei möchten wir Sie sehr gerne unterstützen und verstehen es auch als unsere Aufgabe. Das schöne ist, dass diese lebensbereichernde Sprache die Kinder schon ganz früh hören und ganz schnell lernen können, schon im Kindergartenalter. Es ist jedesmal für uns ein Grund zu feiern und es berührt uns tief, wenn wir die Bedürfnisse der Kinder hören.

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